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Verwaiste Jungtiere

Was tun mit Findelkindern?

Finger weg von jungen Steinmardern
Leider werden Jahr für Jahr hunderte von Steinmarder-Jungtieren in ihren Verstecken entdeckt. Und leider gibt es immer wieder Unwissende, die solche anscheinend mutterlosen Findelkinder an sich nehmen. Für die betroffenen Jungtiere ist das kein guter Start ins Leben. In menschlicher Obhut können sie keine natürliche Entwicklung durchlaufen, es fehlt ihnen die Fürsorge und das Vorbild ihrer Mutter.


Wenige Tage alte SteinmarderVier Wochen alter SteinmarderSechs Wochen alter SteinmarderAcht Wochen alter Steinmarder
wenige Tagevier Wochensechs Wochenacht Wochen

Werden junge Steinmarder entdeckt, muss man sie unbedingt an Ort und Stelle liegen lassen, auch wenn man sie schon angefasst hat. Wurden die Kleinen schon weggenommen, legt man sie so schnell wie möglich dahin zurück, wo sie gefunden wurden. Die Mutter hat dann die Möglichkeit, sie abzuholen. Um dabei nicht zu stören, sollte man erst am nächsten Morgen nachschauen, ob die Kleinen verschwunden sind.

Junge Steinmarder dürfen nur dann in menschliche Obhut genommen werden, wenn ihre Mutter tot ist, oder wenn keine Chance besteht, dass die Mutter zu ihren Jungen zurückkommt, zum Beispiel wenn das Nest beim Abriss eines Gebäudes entdeckt wurde.

Gibt es keine Chance, die Jungtiere wieder mit ihrer Mutter zusammenzubringen, besteht die Möglichkeit, sie in menschlicher Obhut aufzuziehen. Dies sollte man jedoch nur dann tun, wenn man die erforderliche Zeit dazu hat und die nötigen Voraussetzungen erfüllen kann. Andernfalls muss man die Jungen abgeben oder einschläfern lassen. Die Jungtiere einzuschläfern, das klingt zunächst hart und gefühllos. Aber es ist tausendmal besser, als eine misslungene Aufzucht, bei der das Jungtier nicht optimal versorgt wird oder deren Resultat ein verhaltensgestörtes Tier ist.

Genauere Informationen zur Aufzucht junger Steinmarder